Wellness Ranch

Wellness Ranch „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ (Augustinus von Hippo, lateinischer Kirchenlehrer und Philosoph, 354 – 430)

Wir sind eine Stallgemeinschaft in Waltenhofen/Ettlis, renovieren in Eigenregie und versorgen die Pferde abwechselnd. Unser Ziel ist die optimale Versorgung der Pferde bei Robusthaltung im Sommer und Offenstallhaltung im Winter. Den Pferden stehen große, hügelige Weideflächen mit teilweise Baumbewuchs und eigener Wasserquelle zur Verfügung, so dass es ihnen an nichts fehlen sollte.

28/05/2026
immer wieder auf den Punkt 🤗
14/05/2026

immer wieder auf den Punkt 🤗

“Pferde müssen nicht geritten werden”?

Oh, jetzt passiert es, ne? Jetzt bekommen schon die ersten Reiter Schnappatmung, oder? Denn klar ist - es gibt bei dieser Aussage zwei Lager und die sind ziemlich unversöhnlich. Die eine Seite sieht im Reiten die reinste Tierquälerei und möchte am liebsten jeden Sattel verbrennen, während die andere Seite felsenfest davon überzeugt ist, dass ein Pferd ohne tägliche Arbeit geistig verkümmert und körperlich in sich zusammenfällt. Und - auch wenn sie es nicht zugeben - für manche dieser Hardliner hat ein Pferd auch keinen Nutzen mehr, wenn es nicht jeden Tag geritten wird. Was soll man dann damit? Die Wahrheit? Beide Seiten liegen falsch und richtig. Also außer, bei dem Teil mit dem Nutzen, der ist Blödsinn and that’s the hill I will die on. Im Prinzip hat keins unserer privaten Pferde einen Nutzen, außer, dass es uns glücklich macht. Aber dann sollten wir eben auch was zurückgeben, damit das Pferd auch glücklich ist.

Fangen wir aber bei den Hardlinern der Reitfraktion an. Da herrscht oft die Vorstellung, ein Pferd müsse bewegt werden, weil es sonst krank wird. Klar, ein Pferd ist ein Lauftier, kein Stehtier. Aber Bewegung ist nicht gleichbedeutend mit reiten. Viele Reiter bekommen schon ein schlechtes Gewissen, wenn das Pferd mal drei Tage nur auf der Koppel stand. Sie denken, der Muskelabbau beginnt nach 24 Stunden und das Pferd fällt vor Langeweile tot um. Ein gesundes Pferd fällt nicht um, wenn es mal eine Woche - oder sogar einen Monat - nicht geritten wird. Solange es sich auf der Weide oder im Offenstall frei bewegen kann, soziale Kontakte hat und nicht in einer Box versauert, ist dem Pferd das Reiten meistens völlig schnuppe. Das Bedürfnis nach täglicher Arbeit unter dem Sattel ist meistens ein rein menschliches Ego-Problem. Ja, es gibt Pferde, die wirklich viel Beschäftigung fordern, aber auch die können mal ne Ferienwoche einlegen, die werden nicht instant depressiv.

Auf der anderen Seite haben wir die „Reiten-ist-Mord“-Fraktion. Diese Leute ignorieren geflissentlich, dass es tatsächlich Pferde gibt, die gearbeitet werden müssen. Wir reden hier von den medizinischen Diagnosen, die im Stallalltag leider zum Standard gehören: PSSM oder MIM, Kissing Spines oder extreme Neigung zu Übergewicht und daraus resultierende Weitererkrankungen, wie Rehe, etc. Ein Pferd mit einer schwachen Rückenmuskulatur und einer schlechten Oberlinie braucht gezielte Arbeit, um seinen eigenen Körper (und ja, manchmal auch den Reiter) gesund tragen zu können. Für ein Pferd mit Stoffwechselproblemen ist Bewegung Medizin. Nö, das Pferd bewegt sich nicht genug (und vor allem korrekt, damit die Muskulatur auch angeregt wird) von selbst. Daher ist korrekte Bewegung eben doch nötig, damit ein Pferd nicht krank wird (oder wieder problemlos laufen kann).

Ja - Ein gesundes, mit ordentlichem Exterieur ausgestattetes Pferd, mit ausreichend freier Bewegung braucht keinen Menschen auf seinem Rücken, um glücklich zu sein. Hauptsache, es hat seine Buddies, sein Futter und einen Platz, um sich bei schlechtem Wetter unterzustellen. Gleichzeitig muss man aber auch einsehen, dass unsere Zucht und unsere Haltungsbedingungen oft Pferde hervorbringen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Und wenn man reiten will, dann muss man muskuläre und konditionelle Vorarbeit leisten und kann nicht einfach sagen - ich lasse das Tier jetzt zwei Jahre stehen, aber dann reite ich los. Andersherum gehen Kondition und Muskeln auch nicht sofort weg, nur weil man mal zehn Tage im Prüfungsstress nicht in den Stall kommt. Ist erlaubt. Echt jetzt.

Foto: Haart sehr. Und wartet darauf, dass ich mit dem Eisenstriegel komme.

13/05/2026

Zu verkaufen:
Caya
900 VB
Württemberger Stute
14 Jahre
Geimpft
Entwurmt
Schmiede- und verladefromm

Zubehör kann gegen Aufpreis mit erworben werden
Standort: 87448 Waltenhofen

Hat bei uns im Stall zu viel Stress und ist nicht für den Schulbetrieb geeignet

Videos auf Anfrage
Rückfragen ausschließlich telefonisch oder persönlich

10/04/2026

Was kosten Reitstunden - was bezahlt man da alles?

„Was?! Fünfzig Euro für eine Dreiviertelstunde? Du bist doch nur blöd im Kreis geritten“ So oder ähnlich empören sich Nichtreiter über Reitunterricht. Und nie vergessen: “Du kannst doch reiten, wofür brauchst du Unterricht? Immer noch nicht richtig gelernt?” Es ist der Klassiker unter den Missverständnissen: Die Annahme, dass man beim Reiten nur für die Zeit bezahlt, in der man physisch auf dem Pferderücken klebt. Und überhaupt … warum soll man denn immer wieder Reitunterricht nehmen? In Wirklichkeit ist eine Reitstunde kein simpler Zeit-gegen-Geld-Tausch wie beim Haareschneiden. Wer eine Reitstunde bucht, kauft sich in ein hochkomplexes, verdammt teures Ökosystem ein. Vor allem, wenn es sich um Reitstunden auf Schulpferden handelt. Denn der größte Posten auf der unsichtbaren Rechnung ist das Lebewesen unter deinem Hintern. Ein Schulpferd ist kein Sportgerät, das man nach Gebrauch in die Ecke stellt und das dort wartet, bis man wieder kommt. Es frisst 24 Stunden am Tag - egal, ob du reitest oder ob es regnet. Heupreise, Stroh, Kraftfutter und die Stallmiete bilden das Grundrauschen der Kosten.

Dazu kommt die „Instandhaltung“, die beim Pferd eben nicht nur aus nem Aufkleber besteht, der sagt: “Alles okay, TÜV-geprüft”. Alle sechs bis acht Wochen kommt der Schmied. Regelmäßig kommt der Tierarzt für Impfungen und Wurmkuren. Und wehe, Schulpferd Hansi hat mal einen schlechten Tag und tritt sich auf der Koppel ein Eisen ab oder hat ein dickes Bein - dann zahlt der Betrieb weiter, während Hansi bezahlten Urlaub macht.
Vor allem ist Ausbildung kein Einmal-Investment. Und dazu kommt auch noch: Ein gutes Schulpferd fällt nicht vom Himmel. Es muss ausgebildet werden, und zwar so gut, dass es die Fehler von Anfängern nicht nur erträgt, sondern versteht und korrigiert. Das nennt man „Lehrmeister-Qualität“. Das heißt, die Betriebe müssen auch immer wieder korrigierend eingreifen. Ein Pferd, auf dem jeden Tag drei verschiedene Reitschüler mit unterschiedlichem Talentlevel herumpumpen, wird stumpf, wenn nicht ein Profi zwischendurch mal wieder die Knöpfe sortiert. Du bezahlst also mit deiner Gebühr auch dafür, dass da jemand im Sattel saß, damit das Pferd nachmittags bei dir überhaupt noch auf den Schenkel reagiert.

Dann wäre da noch der Reitlehrer selbst. Ein guter Ausbilder hat Jahre (und ein Vermögen) in seine eigenen Lizenzen, Fortbildungen und Prüfungen gesteckt. Er muss Pädagoge, Psychologe, Biomechaniker und Sicherheitsbeauftragter in Personalunion sein. Er bezahlt Versicherungen, Berufsgenossenschaften und oft auch noch den Ort, an dem der Reitunterricht stattfindet (muss natürlich nicht sein). Denn man will ja etwas lernen und wenn der Reitlehrer halt einmal seine Lizenz gemacht - aber keinerlei Weiterbildung jemals genossen hat … schwierig. Diese Weiterbildungen bezahlt man mit seinem Obolus ebenfalls mit.Selbst wenn man mit einem eigenen Pferd kommt, hat der Reitlehrer ja trotzdem ne Menge Kosten, die er mit seinen Preisen reinbekommen muss. Anfahrt, Auto, Versicherung, usw. Es ist also mitnichten so, dass das eigene Pferd dann dafür sorgt, dass die Reitstunde ja eigentlich nur einen Zehner kostet.

Entsprechend muss man eben auch mal überlegen, was noch wirtschaftlich ist, wie viele Reitschüler unterrichtet werden müssen, damit sich der Bums überhaupt rechnet, wie viele Pferde in welchem Ausbildungsstand eigentlich dastehen müssen und dann ist Reitunterricht doch mal gar nicht SO teuer, wenn man darüber mal nachdenkt. Unr nur, weil das Ponyreiten bei Bauer Huber zehn Euro kostet, ist das nicht der Richtwert, nachdem richtiger Reitunterricht bemessen werden sollte …

Foto: Kriegt keinen Reitunterricht. Weil er nicht geritten wird.

Biete Reitbeteiligung auf unseren Haflingern.Beide werden sportlich geritten und gehen auch alleine ins Gelände.Tika und...
09/02/2026

Biete Reitbeteiligung auf unseren Haflingern.
Beide werden sportlich geritten und gehen auch alleine ins Gelände.
Tika und Kitago stehen im Offenstall.
Reitplatz am Hof verhanden
Bei ernsthaftem Interesse ist ein Probereiten möglich.
Voraussetzung: Pferdeführerschein
Mindestens 1x/Woche mit kleinem Stalldienst
75€/Monat
87448 Waltenhofen

Adresse

Ettlis
Waltenhofen
87448

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Montag 09:00 - 21:00
Dienstag 09:00 - 21:00
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