Checkit Consulting

Checkit Consulting Speziell für Reisebüros - Jack/Etacs/ARGUS/XMid
Anwender- / Buchhaltungsschulungen
Support, Consulting, Implementierung

Für Reisebüros und kleine Reiseveranstalter:
- Anwendungsschulungen zu den genannten Systemen, speziell Bereich Buchhaltung und IATA-Abrechnung sowie Eigenveranstaltungen;
- Fragen / Support, auch zu BSP-/DB-Abrechnungen, Ticketdaten, Eingangsrechnungsimport, TUI / TOC-Abrechnungen
- Belegverarbeitung mit den Systemanwendungen;
- Hilfestellung zur Vorgangsabstimmung bei Abschlüssen, Betriebsprü

fungen;
- Anwender-Dokumentationen, Workflows
- Projektmanagement zu vorgangsbasierten Backoffice-Systemen

12/02/2017

Prioritäten setzen, sich auf das Wichtige konzentrieren... das gilt für Unternehmer, aber nicht für Finanzämter. Vor 2 Jahren hat er sein Mini-Reisebüro verkauft. War eh schon keine Basis mehr, um 2 Personen zu ernähren. Verkauft wurde für deutlich unter 30.000EUR, das war das 1 1/2 fache, das jährlich aus der BWA übrig blieb. Jetzt ist er in Rente, wie es so schön heißt. Mit Enkeln und dem Hund spazieren gehen, wie man sich das so klassisch vorstellt. Und was macht das Finanzamt? Es setzt JETZT eine Prüfung an für das Frühjahr 2017 (der Verkauf war Sommer 2015! Der Abschluß wurde gleich im Winter 2015 noch abgegeben).

Ja haben die denn ni### anderes zu tun bei der Behörde, um hier wirtschaftliche Leichenfledderei zu begehen? Wieso investiert man hier Ressourcen, wenn es Unternehmen gibt, die mangels Personal und Zeit mit ihren Steuerhinterziehungen "deals" mit den Ämtern machen dürfen?!? Neee.... da ist was faul in diesem Land. Statt endlich den Miststall auszumisten, der besteht aus "Deal-Makern", Großkriminellen in den Finanzhochburgen (ich denke da an konkrete Personen, die durchaus eine gewisse Bekanntheit haben) und große Konzerne, die hier Milliarden Gewinne machen, aber nichts beitragen, weil sie ihr "1-Frau-Outlet" in Irland haben, oder statt daß man ein Konzept erarbeiten würde, so daß Einkommen ohne Arbeit wie z.B. geparkte Gelder und Finanztransaktionen besteuert würden - statt dessen drangsaliert man Mini-Unternehmen noch nach ihrem wirtschaftlichen Tod. Das ist für mich Leichenfledderei. Gratulation liebes Finanzamt - wenn's die Großen nicht freiwillig geben (und das machen sie nie), dann nehmt ihr's halt von den kleinen, toten Würstchen. Igitt.

24/12/2015

30 Paar schwarze Augen schauen mich erwartungsvoll an. Bei manchen dazu ein Lächeln, viele ausdruckslos. Ich bin heute hier in einem Flüchtlingsheim in Brandenburg. Mehr als 100 Personen leben hier in der Mitte von Nirgendwo, mitten im Wald. Naturschutzgebiet. Kaum Anschluß. Einkaufen per Shuttlebus. Tourismus ist doch auch Beförderung von A nach B. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt.

Ich werde was über unser Land erzählen. Aber zuerst baue ich eine Brücke: unsere Familie lebte einige Jahre in Griechenland. Mein Vater war dort Lehrer. In den 3monatigen Sommerferien reisten wir über die Türkei nach Syrien, in den Libanon, nach Arabien. Da war noch Frieden.

Der erste Glanz in den Augen. Wo wir gewesen seien, wird gefragt. Ich sage Damaskus, ich sage Palmyra und muß schlucken, der Hals wird ziemlich eng, reiß dich zusammen, schimpf ich mich, Hama, Homs, Aleppo. Ein wunderschönes Land. Herzliche, gastfeundliche Menschen. Jeden Tag wünsche ich mir Frieden für dieses Land. Palmyra aber wird es nie wieder geben.

Die Brücke ist gebaut. Sie haben alle einen schweren Weg hinter sich. Alle kommen aus Syrien. Übers Meer. Gänsehaut. Fast alle unter 30 Jahren. Die Hälfte spricht Englisch, einer Französisch. Jetzt glänzen ihre Augen. Sie sind nach Deutschland gekommen. Ein kaltes Land. Nicht nur wegen des Wetters. In Deutschland sind die Menschen anders. Und viele Menschen hier haben Angst, weil sie noch niemals in diese dunklen Augen geschaut haben, noch niemals gesehen haben, wie zauberhaft es ist, wenn darin ein Lächeln aufblüht. Dumme Menschen, die vor solchen fremden Augen Angst haben.

Aber unser Land ist auch tolerant: es gibt so viele Religionen hier nebeneinander. Sogar die Christen sind sich nicht einig, wann sie Weihnachten feiern, die einen jetzt im Dezember, die anderen, die Orthodoxen, Anfang Januar. In Syrien habe man Weihnachten gemeinsam gefeiert, die Moslems zusammen mit den Christen in deren Kirchen. Gemeinsam. Ja, das habe ich auch gelesen in der Rede von Navid Kermani, der diesen Oktober den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen bekam, eine der bewegendsten Reden, die es je nach Martin Luther King je gegeben hat. Herr Kermani sprach von den gemeinsamen Weihnachten in Syrien, und davon wie sich trotz aller Gräuel und der verschiedenen Kriegsparteien Moslems schützend vor die Christen stellten, sie befreiten. Und daß das schlimmste doch sei, daß die Christen in diesem Land hier die Christen in Arabien abgeschrieben hätten.

Davon habe ich dann nichts erzählt. Ich habe diese Menschen inmitten des Brandenburger Waldes nicht abgeschrieben. Ich habe sie darum gebeten, Geduld zu haben und ihre reichliche Zeit jetzt zu nutzen, um die Sprache zu lernen. Language - language - language!

Ich habe sie darum gebeten, auf die Menschen zuzugehen in diesem Land, ihnen in die Augen zu blicken und um Hilfe zu bitten. Es wird keinem Hilfe versagt werden. Ich habe sie um Geduld mit uns Menschen gebeten, die wir auch die Chance haben müssen, uns auf diese neue Situation einzustellen, denn auch das geht nicht von heute auf morgen, sondern braucht Monate der Organisation. Ich habe für Verständnis darum gebeten, daß Deutsche sehr direkt sind in ihren Aussagen. Und daß es Regeln gibt, die eingehalten werden müssen. Wer sich nicht daran hält, der muß es auch nicht, aber er muß mit den Konsequenzen leben können.

Idioten gibt es überall: in Syrien hat man sich von den Wahnsinnigen beherrschen lassen. In Europa wird man hoffentlich dem Wahnsinn nicht nachgeben und darauf bestehen, was unser Wertesystem ausmacht: Freiheit, Toleranz, Demokratie, Mitmenschlichkeit. Dies sind universelle Werte, die nicht nur für Europäer und Deutsche gelten. Wenn unser Land auch nur den Dreck unterm FIngernagel wert sein soll, dann werden wir auf keinen dieser Werte verzichten und darauf bestehen, daß diese Werte immer und für jeden gelten: für uns, für die Menschen in Arabien, in Afrika, in Asien, in Amerika, in Australien. Für jeden.

Wenn es uns nicht paßt, daß sich so viele Menschen von unserer Freiheit angezogen fühlen, dann sollten wir uns schleunigst darum kümmern, daß die Ursachen der Situationen behoben werden: Deutschland lebt sehr gut von seinen Waffenexporten genau an diese Wahnsinnigen, vom Öl dieser Wahnsinnigen, von den subventionierten Gütern in die Flüchtlingsquellmärkte, die dort die Märkte kaputt und die Menschen bewußt und gewollt abhängig machen. Wir sind keine Heiligen, genauso wenig wie irgendjemand sonst auf dieser Welt.

Weihnachten ist der Zeitpunkt im Jahr, der uns die Chance gibt, darüber nachzudenken, was ich im Kleinen machen kann. Was mir wichtig ist. Toleranz ist nicht, daß mir etwas egal ist und ich es deshalb dulde. Toleranz ist wie Teilen: es hat nur dann eine wirkliche Bedeutung, wenn es mir was ausmacht. Sonst wäre es mir ja egal, wenn es mir nichts ausmachte. Toleranz ist, wenn es mir sehr wohl was ausmachen würde, aber ich es dennoch dulde. Aus Prinzip. Teilen ist nicht das Abgeben von Brosamen, sondern echtes Teilen des Wenigen, was ich selber habe. Das ist die Bergpredigt: aus dem Wenigen des einzelnen das Ausreichende für alle zu machen. Wir sollten uns daran erinnern, weshalb dieser Kontinent so reich geworden ist, was die Ursache seiner Werte gewesen ist. Und das reicht nun einmal bis zur Bergpredigt zurück, egal welcher Religion ich heute angehöre oder auch nicht.

Weihnachten: wir denken an die Geburt eines Menschen, der die Welt verändert hat. Er teilte, er lebte Toleranz, er starb für das Unrecht, das andere vollzogen, weil er dennoch ihre Menschlichkeit anerkannte. Diese Person gab es. Ich denke daran, daß es immer Menschen gab, die sich unabhängig von der eigenen Befindlichkeit für die Freiheit und Unversehrtheit anderer eingesetzt haben.

Das ist das, wovon ich ausgehe, daß es das Fundament unseres Landes ist. Und das ist gut so und soll auch so bleiben.

Frohe Weihnachten!

13/10/2015

Ach so - ehe ich es vergesse - auf der Checkit-consult Website kann man unter einen Vergleich zwischen 4 bestehenden Backoffices finden. Das ist zwar eher was für Technik-Fuzzis, aber auch der Laie sieht auf den ersten Blick anhand von Screenshots, welche Unterschiede bestehen. Für die, die gerne behaupten, daß doch alle Systeme gleich seien, gibt es einen konkreten Vergleich des technischen Hintergrunds aller 4 Systeme. Eine Tabelle mit Datenbankvergleich für dieses konkrete Beispiel gibt den Überblick über grundsätzliche Unterschiede in der Konzeption der Systeme und kann bei Bedarf gerne ausgeweitet werden.

Wer sich also nicht sicher ist, was zuerst war - die Henne, oder das Ei - der kann hier gerne nachlesen und stellt fest, daß es zuerst den erfolgreichen Dinosaurier gab, daraus entwickelte sich eine ganz neue Spezies, die sich aufteilte. Und schließlich eine weitere Spezies, die wiederum völlig unabhängig für sich steht, aber alle Funktionen bietet, die die anderen auch haben, aber vor allem auch weitere, die einzigartig stehen. Insofern gilt auch in der Software der Grundsatz der biologischen Evolution: "Die Ontogenese rekapituliert die Phylogenese." Wer in seinem Biounterricht gefehlt hat, kann das ja nochmal nachlesen....

10/10/2015

2 Tage Travelius-NonStop: die beiden Tage vergingen mit den erfahrenen und ausgesprochen angenehmen Teilnehmern wie ein Fingerschnipsen! Es haben nicht nur die Anwender jede Menge Wissen und Tips mitgenommen, sondern auch für uns Trainer gab es wertvolle Gespräche und Hinweise, die letztendlich allen anderen Travelius-Usern zugute kommen werden. Angefangen von der Buchungslogik über die systematische Vorgehensweise zum Abstimmen von Reiseleistungen und Konten am ersten Tag, bis über das Einbinden von Emails, Aufgaben und neue Selektions- und Reportmöglichkeiten ist fast jeder Travelius-Bereich angesprochen worden, inklusive des Veranstalterbereiches. Und das nicht nach einem Schema F, sondern in Form einer intensiven Gesprächsrunde, die klare Lösungen für individuelle Fragestellungen erarbeiten konnte.

Auch vermeintliche Kleinigkeiten wurden thematisiert: daß nicht nur wir es sind, die sich über jeden zusätzlichen Mausklick aufregen, sondern daß auch alle anderen Buchhalter sich garantiert blutdrucksteigernd über den zwingenden Griff zur Maus auslassen können, gibt mir eine gewisse Genugtuung... Wer produktiv sein möchte und muß, dem tut jeder zusätzliche Klick geradezu körperlich weh. Wer nicht unter Druck arbeiten muß, der kann halt so vor sich hinklicken und wird die Arbeitenden nie verstehen... Es war schon irgendwie komisch, die eigene Aufgebrachtheit in ganz anderen Gesichtern gespiegelt zu sehen - auch andere können sich heftig aufregen, so sieht das also aus! :-) Aber: das Schöne ist: wir können und werden das verbessern - nein, nicht durch die Ausgabe von Beta-Blockern, sondern durch verbesserte Tastatureingaben! :-D

Gleiches Kopfschütteln angesichts von Bezeichnungen... unterschiedliche Bezeichnungen für gleiche Sachverhalte, das Unvermögen, sinnvolle Abkürzungen zu finden werden nicht nur von mir als unnötige Nachlässigkeit und orthographisches Unvermögen betrachtet. Aber auch hier: ist es nicht schön, daß wir hier Abhilfe schaffen werden - nicht durch ein weiteres Anpassen an niedrigere Standards, sondern durch Vereinheitlichen sinnvoller Bezeichnungen! Und es ist wie Balsam, daß es DOCH viele Menschen gibt, die klare und ordentliche Orthographie mit Strukturiertheit gleichsetzen ;-)

Auch das Wort "cache" hat das Zeug dazu, zum allgemeinen Allergen des Jahres 2015 ausgerufen zu werden, in geringeren Mengen wirkt es überall stark angeregend, besser als jeder Kaffee....

Aber wie gesagt - das waren die Kleinigkeiten, die nach einem kurzen Aufwallen mit einem nachsichtigen Lachen bedacht werden können. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, oder? :-D

Wichtiger sind die großen Dinge: Auswertungen, Jahresabschluß, OP-Verwaltung, Importe, Individualisierung von Dokumenten, Email-Nutzung und Archivierung, Selektionen, Erlösreports samt Erlösvorausschau. Davon abgesehen: am besten wird ein solcher Workshop, wenn man direkt im System der jeweiligen Teilnehmer die praktischen Fragestellungen der Büros vor Augen hat - und Lösungen dafür findet! Dank der großartigen Teilnehmer hatten wir es nie mit dröger Theorie, sondern mit den Dingen aus der Praxis zu tun - da macht es wieder Spaß, und insbesondere auch dann, wenn bei Rückfragen zusätzlich auch der Support hilfreich zum Tag beiträgt. Der Dank geht also insbesondere an Teilnehmer UND Support - es hat wirklich Spaß gemacht!!!

03/09/2015

Nach der Urlaubszeit poltern die USt-Meldungen herein, mehr als 40 Mandanten sind zu prüfen. Wir arbeiten nach dem 6-Augen-Prinzip: Sachbearbeiter, Kontrolle durch Kollegen, Endabnahme. Damit sind immer 3 Personen involviert. Unvollständig bleiben die Dinge nur dann, wenn man uns nicht rechtzeitig und vor allem nicht regelmäßig mit den nötigen Unterlagen "beglückt". Ansonsten können wir reinen Gewissens für Vollständigkeit garantieren. Aber Menschen bleiben wir dennoch - trotz aller Sorgfalt kann jedem mal eine Sache "durchrutschen" - wenn man den ganzen Tag nur Zahlen sieht, glotzt man irgendwann nur noch rotäugig wie ein müder Basset auf den Bildschirm, fehlt nur noch das dümmliche Kopfnicken dazu, wie man es von den Figuren der Rücksitzbank bei Rentnerautos kennt...

Doch wir geben uns Mühe, ANNÄHERND perfekt zu sein und arbeiten täglich daran, uns und die Welt zu verbessern! ;-) Naja, ob und wie das mit uns geklappt hat, mag jemand anderes beurteilen, und was die Welt angeht - zumindest bei Travelius konnten wir schon viel bewirken!

Das Programm ist jetzt schon gut und läßt sich für uns flüssiger als alle anderen vorgangsbasierten Systeme nutzen. Letzten Monat wurde die OP-Verwaltung abgeschlossen. Da schulde ich noch einen Newsletter bzw. eine Anleitung. Ab diesem Monat fangen wir die Fremdwährung an. Das kann ja heiter werden, aber danach haben wir zumindest buchhalterisch in Travelius sozusagen fast alles, was das Buchhalterherz begehrt.

Und für das "Frontend" sorgen derzeit andere - Travelius wird ein neues Outfit erhalten, das nicht nur die Oberfläche verhübscht, sondern geschmeidig die mobile Welt der Reisebranche und der Reisenden zusammenbringt. I am looking forward to it!

28/08/2015

Endlich ist es soweit!

Alle Travelius Anwender können endlich sowohl Shop Holidays von Sabre, als auch die TUI.IRIS Plus-Anbindung aus Sabre/Merlin nutzen! Die Kosten für die Nutzung von Shop Holidays werden von Travelius gutgeschrieben, so daß de facto keine Mehrkosten für das Reservierungssystem entstehen. Also kann man sich z.B. in Shop Holidays den passenden Travelius Kunden suchen und dessen Daten per Knopfdruck in die Shop Holidays Reservierung übernehmen.

Auf dem FVW-Kongreß in Essen vom 15.-16.09. können sich alle Interessierten das System in life und Farbe anschauen. Dabei wird auch die komplette Neuentwicklung der DynaRes-Reihe vorgestellt. Dann werden sowohl die Travelius Oberfläche im Reisebüro als auch die neue Oberfläche für mobile Endgeräte parallel zu nutzen sein.

Ich kann mir zwar noch nicht vorstellen, wozu ich als Buchhalter meine Buchhaltung am Strand auf dem Smartphone sehen möchte, aber andere Nutzer haben sicher schon tolle Ideen: z.B. die Buchungen der letzten 12 Stunden, die fälligen Zahlungen seit Jahresanfang bis gestern, sowie die Mitarbeiterstatistik der letzten Woche.

Die graphische Gestaltung hat den gewohnten "wow!-Effekt": endlich eine eingängige Oberfläche mit Wiedererkennungswert - ich kenne kein anderes System, das so prägnant gestaltet und dabei so sehr individualisierbar ist wie Travelius und sein mobiler Nachfolger. Von Usern für User - intuitive Bedienung - das iPhone für die Touristik... Auch wenn ich ansonsten kein Fan von Apple-Produkten bin - aber designtechnisch haben die's drauf - Travelius resp. DynaRes aber auch! Schauen Sie es sich an, ich finde, es lohnt sich!

13/08/2015

Es ist heiß, es ist Sommer, und es besteht kein Grund, im Büro sitzen zu müssen! Aber: das Jahr ruft - also, ich meine, immer noch das vergangene Jahr, denn wir sind mitten noch in Jahresabschlüssen.

Und jetzt kommen die harten Brocken - erst gestern konnte ich die Suche nach knapp 20.000USD abschließen. Meine Kollegin bekommt inzwischen einen Würgreiz, sobald sie Excel öffnen muß, und ich habe meinen einzigen Wunsch, den mir die letzte - schlaflose - Schnuppennacht gegönnt hat, in einen Wunsch nach dem Fremdwährungsmodul investiert! Wenn DAS nicht selbstlos ist: andere wünschen sich den Prinzen (oder dann doch besser das Pferd? ;-) ) oder Geld oder die Kibini-Figur - ich wünsch mir dann mal ein Fremdwährungsmodul! (OP-Verwaltung hab ich ja schon letzten Monat bekommen! :-) ) Ich finde, das ist doch angemessen und leichter zu erfüllen als Prinzen und Pferde, denn die wollen später alle bespaßt werden, während das Fremdwährungsmodul MICH bespaßen würde.

Das kann natürlich nur jemand nachvollziehen, der 4 Tage am Stück nach zuerst knapp 40.000USD gesucht hat, dann nur noch nach 20.000USD, und jetzt sozusagen "froh" ist, daß der Kursverlust von knapp 30.000EUR, die wir dann im 1. Quartal 2015 einbuchen mußten, leider doch gerechtfertigt ist.

Aber mal ehrlich: ist doch ein Krampf: das Zeug ist in USD entstanden, es wird immer in USD bezahlt werden - wieso muß ich da irgendeinen idiotischen Kurs eingeben?!? Wenn ich wie die Azteken in Cacao-Bohnen rechne, für die es keinen EUR-Kurs gibt, weil die unverkäuflich in meinem Garten hängen, dann würde doch auch keiner auf die Idee kommen, hier Kursverluste einzubuchen, nur weil Schokolade billiger wird! Aber nein, unser System - dessen profitierender Erbsenzähler ich leider auch bin - ist so aufgebaut, daß Firmen arm gerechnet werden, auch wenn sie es gar nicht sind. Und daß man sich statt Pferd oder Geld ein Fremdwährungsmodul wünscht - diese Welt macht einen reif für die Bank. Oder den Garten. Cacao-Bohnen zählen statt Erbsen.

31/01/2015

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Aufräumens: die Anbindung an die zertifizierte Buchhaltung bereitete immer wieder Probleme. In einer Hauruck-Aktion sind die beiden wichtigsten Programmierer nach Augsburg gefahren und trafen dort auf ihr "Gegenstück". Wir haben uns in einen Raum gesperrt, man verpflegte uns ausgiebig, und dann wurden Lösungen erarbeitet.

Faszinierend für den Verhaltensforscher: vielleicht liegt es in der Spezies, daß an Vokabeln gespart wird, vielleicht auch an der Unsicherheit gegenüber unbekannten Menschen - das tägliche Wortkontingent eines Programmierers ist streng limitiert, und er ist geschickt in der Vermeidung überschüssiger Laute. Wahrscheinlich wird so am Tageskontingent gespart, sicher um am Wochenende oder zu anderer Gelegenheit das Guthaben anders einzusetzen?

Ich wäre eh dafür, daß in Schulen ein Fach "Sozialverhalten" eingeführt werden sollte, da könnte man dann unauffällig nützliche Dinge lernen (aus den Elternhäusern scheint man das nicht mehr mitzubekommen, so daß das Zivilisatorische in der Schule nachgeholt werden sollte, damit es später nicht die Arbeitsgeber an der Backe haben, die müssen sich schon mit der nachträglichen Alphabetisierung rumplagen....) Dinge wie "Wie begrüße ich jemanden", "Aktives Zuhören" oder auch immer wieder gern gesehen "Unterschied zwischen Werkzeug und Besteck" (man befindet sich ja da in allerbester Gesellschaft, bedenkt man wie sich Herr Kohl über unsere aktuelle Herrscherin äußerte, was die Presse gerne aufnahm und deren Bedeutung wahrscheinlich nur die Hälfte Deutschlands wirklich verstand).

Nichts desto trotz waren diese beiden Tage wirklich enorm produktiv: seit der life-Schaltung werden Buchungssätze an die Mesonic gesammelt übergeben, statt in Einzelpaketen. Der Expedient kann sich das sicher vorstellen: statt daß am Frankfurter Flughafen genau 1 Passagier durch 1 Türdrehkreuz gehen darf, werden jetzt Busladungen abgefertigt. Das Bild stimmt insofern, als daß dadurch in der Tat nicht sofort der gesamte Bus durch die Sperre gebeamt wird, sondern auch hier der Bus als Ganzes abgefertigt werden muß, ehe alle drüben sind. Aber es werden eben nicht mehr Tausende von Drehkreuzen benötigt, die spätestens nach dem 3. Passagier klemmen, sondern "nur" noch ein paar Dutzend. Auch die Erfolgsmeldung kommt erst nachdem das komplette Paket abgearbeitet ist. Zwischenzeitlich steht das Paket auf "pending", es blinkt also die Boarding-Lampe.

Sind alle durch, ist der Prozeß abgeschlossen, und alle Buchungssätze werden auf erfolgreich gesetzt. Ist unter diesen Buchungssätzen auch nur einer, der einen Fehler enthält, wird das Komplettpaket abgewiesen. So als ob im Bus ein Ebola-Infizierter säße, und nun müssen alle Leute erst desinfiziert und einzeln auf Herz und Nieren gepüft werden. Entweder, die automatische Fehlerbeseitigung läuft - dann geht wieder das ganze Paket durch, oder jemand muß eingreifen. Dann werden alle abgewiesen und müssen einzeln nochmals angestoßen werden. Dabei kann man aber sich mehrere markieren und diese sozusagen in Kleingruppen in ein Sammeltaxi setzen. Der mehrfache Import von Journaleinträgen wird verhindert, weil die Mesonic jetzt dafür sorgt: "Es kann nur EINEN geben"! Und wir sorgen dafür, daß ein Buchungssatz erst dann als erfolgreich markiert wird, wenn er seinen Platz in der Mesonic gefunden und uns triumphierend angegrinst hat: die Journalnummer der Mesonic ist sozusagen seine Legitimation bei uns.

Natürlich ist das alles schrecklich technisch, aber Buchhaltung und EDV haben halt nichts damit zu tun, daß man die Zahlen wie auf der Waldorfschule tanzen kann, und ein selbstverliebtes "Selfie" ("feiner Denglish"!) mit Partystimmung, Cocktail und Grinseface auf Fatzebuck posted, sondern daß Zahlen stimmen. (Über den philosophischen Aspekt, unter dem 2+2=5 wäre, möchte ich mich hier nicht äußern...)

Insofern - als notorische Spaßbremse - bitte ich um Verständnis, daß ich mich an den jetzt richtigen Zahlen freue und daran, daß ein komplexer Prozeß mit geeinten Kräften geradegerückt wurde: Dank den rudimentär sozialisierten, aber sehr begabten Programmierern und deren dann doch großem Einsatz für unsere Sache - so macht jeder das, was er am besten kann - und das ist GUT so!

23/01/2015

Die gestrige Telefonschulung der DATEV-Buchhalterin eines Spezialveranstalters hat sich gelohnt: vorher wurde die Buchhaltung nur anhand von Excel-Listen und DATEV-Auswertungen gemacht, 87.000 Kostenstellen im Einsatz (eine je Reise!), und der Steuerberater hat zum Jahresabschluß nochmal fast ein Jahr gebraucht, um die Umsatz- und Einkaufskonten abzustimmen und die überhängenden Beträge abzugrenzen. Und es war dennoch absolut nicht nachvollziehbar, was wozu gehörte.

Das Thema hat sich seit Travelius erledigt, auch wenn noch nicht alle Veranstalter-Funktionen umgesetzt sind. Die Buchhaltungsseite - auch hier kommt erst noch die automatische Margenverbuchung im 2. Quartal 2015 - ist aber jetzt schon so, daß die eingefleischte DATEV-Buchhalterin gestern sagte: "Das ist jetzt schon so übersichtlich, für alle hier, man sieht sofort, was schon passiert ist und was fehlt - ich komme schon so gut zurecht, und die anderen auch - das macht richtig Spaß mit Travelius!" Kein weiterer Kommentar mehr nötig.... :-)

15/01/2015

Heute ist ein besonderer Tag gewesen. Inmitten meiner Bauchschmerzen über die Rückrufe, die mir schon so sehr unter den Nägeln brennen, inmitten der 87 Anfragen, die einen aus jedweder Konzentration reißen, inmitten des roten Ärgers über altbekannte und vermeidbare Fehler anderer, die die Streß-Taktrate nochmals potenzieren - inmitten all dieser Dinge ein Lichtblick:

in all den Jahren mit all den Backoffices, mit denen ich gearbeitet habe (START Finance Manager, Jack, Etacs, ARGUS) habe ich erstmalig eine BSP-Abrechnung vorliegen gehabt, die vom System (Travelius) bis auf den allerletzten Cent korrekt und automatisch eingebucht wurde, dabei noch die Tickets mit eigenen CCs erkannte und die Regie sauber automatisch bei den Domestixen versteuerte! Und das auf ANHIEB! Da jubelt das fluglastige Buchhalterherz - ich weiß, der Rest der Welt will mir grad nen kalten Lappen auflegen, aber nur wer schon einmal seitenweise BSP-Abrechnungen manuell abgeglichen hat, kann nachempfinden, was das bedeutet, wenn Hunderte Tickets sauber importiert und automatisch samt der Zahlungen und mit eigenen CCs gebucht werden! GENIAL!

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15926

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