20/05/2026
Vor gut einem Jahr habe ich meine Masterarbeit abgegeben.
Thema:
Wie Führung und Konflikte in einer VUCA-/BANI-Welt neu gedacht werden müssen.
Note: sehr gut.
Aber die eigentliche Prüfung kam danach —
in der Realität von Unternehmen.
Was ich seitdem in Trainings erlebe:
Konflikte nehmen zu.
Nicht, weil Menschen schwieriger werden.
Sondern weil in vielen Organisationen längst klar ist, dass Transformation notwendig ist —
aber der Mut zur Entscheidung fehlt.
Zu viele Unternehmen haben zu lange reagiert statt gestaltet.
Jetzt stehen Führungskräfte vor einer neuen Art von Überforderung:
Sie wissen, dass Veränderung kommt.
Umbauten. Transformation. KI.
Aber sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Was mich besonders beschäftigt:
In einem Inhouse-Training saßen kürzlich acht Menschen aus dem Bereich Training, Fortbildung und Coaching vor mir.
Hochkompetent.
Hochmotiviert.
Und zugleich vollkommen allein mit ihren Erkenntnissen.
Weil die Geschäftsführung ihren eigenen Weg geht —
und sich nicht reinreden lässt.
Das ist kein Einzelfall.
Das ist ein Muster.
Genau dort entsteht das eigentliche Konfliktpotenzial:
Nicht zwischen Menschen.
Sondern zwischen dem, was Organisationen wissen —
und dem, was sie bereit sind zu tun.
Wir stehen nicht am Ende turbulenter Zeiten.
Wir stehen am Anfang.
Mich interessiert eure Perspektive:
Erlebt ihr das auch —
dass wichtige Themen intern kein Gehör finden, obwohl die Dringlichkeit längst spürbar ist?
Organisationsentwicklung