18/12/2022
Was für eine grotten schlechte Analyse der Unfallursache!
Kaum ein UL wird heutzutage das gesetzliche Gewichtslimit von 472,5kg einhalten, was keinerlei Bezug zu der Flugleistung oder Struktur hat.
Trotzdem wird eine Überladung von knapp 50kg als maßgeblicher Grund für den Unfall hingestellt.
Das bei einer Maschine, die anderswo für 550kg zugelassen ist.
Eigentlich sollte die Fliegergemeinde etwas aus einer Unfallanalyse ziehen, wie man etwas besser machen könnte.
Wenn eine Maschine abkippt, wird hier der offensichtliche Fehler in der Handhabung der Maschine zu suchen gewesen sein.
Zu langsam und zu viel Schräglage werden die Aerodynamik in Bereiche des Strömungsabriss geführt haben.
Ziellandeversuche wie diesen, mit ähnlichen oder sogar höheren Gewicht, wird der angehende Pilot garantiert in seiner Ausbildung häufig praktiziert haben, aber nie ist was passiert.
Leider wird sich bei UL Unfällen immer gerne auf die Überschreitung des fiktiv vorgegebenen Gewichtslimits gestürzt und andere Aspekte treten damit in den Hintergrund.
Lesson Learned für uns sollte sein:
Hohes Gewicht + hohe Schräglage = hohe StallSpeed.
—> schneller fliegen, Klappen setzen
und im Zweifelsfall eben Durchstarten…
Final hätte dieser Einwand auch vom Prüfer kommen müssen.
2015 stürzt ein UL im Sauerland ab. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt. Was können Piloten aus dem Vorfall lernen?