22/08/2026
"𝗜𝗰𝗵 𝗳𝗶𝗻𝗱𝗲 𝘁𝗼𝗹𝗹, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗱𝘂 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗳𝗹𝗲𝗴𝗲 𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝘀𝘁. 𝗔𝗯𝗲𝗿 𝗳ü𝗿 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝘄ä𝗿𝗲 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀."
Diesen Satz haben vermutlich ziemlich viele Pflegekräfte schon einmal gehört.
𝗨𝗻𝗱 𝗺𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗿 𝘀𝗼𝗴𝗮𝗿 𝗻𝗲𝘁𝘁 𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘁.
Da steckt Anerkennung drin. Vielleicht Bewunderung. Manchmal sogar ein bisschen Ehrfurcht vor einem Beruf, von dem viele wissen, dass sie ihn selbst nicht machen könnten oder wollten.
Trotzdem bleibt bei mir an diesem Satz etwas hängen.
Denn eigentlich sagt er auch ziemlich viel über den Stellenwert der Pflege in unserer Gesellschaft.
Wir sind froh, dass es Menschen gibt, die nachts aufstehen, wenn andere Hilfe brauchen. Die Körper pflegen, Wunden versorgen, Ängste aushalten, Angehörige auffangen und manchmal einfach eine Hand halten, wenn medizinisch längst alles gesagt ist.
Wir brauchen diese Menschen unbedingt.
Nur selbst dazugehören möchten erstaunlich wenige.
Vielleicht ist das eines der großen Probleme der Pflege: Wir haben viel Respekt vor dem Beruf, aber zu wenig dafür getan, dass Menschen ihn auch gerne ergreifen und lange ausüben wollen.
Wertschätzung ist eben mehr als ein freundlicher Satz.
Sie zeigt sich im Gehalt, im Dienstplan, in Führung, in Arbeitsbedingungen und vor allem darin, welchen gesellschaftlichen Stellenwert wir einem Beruf tatsächlich geben.
"Ich finde toll, dass du das machst."
Ein schöner Satz.
Noch schöner wäre eine Gesellschaft, in der danach nicht so häufig kommt:
"Aber für mich wäre das nichts."
Mich würde interessieren: Wie empfindet ihr diesen Satz eigentlich, wenn ihr ihn zu hören bekommt? Schreibts gerne in die Kommentare. 👇