01/06/2026
Heute Morgen ging mir ein Gedanke durch den Kopf: Wie viel Tempo braucht berufliche Entwicklung eigentlich?
Und wie viel davon ist wirklich notwendig?
Interessanterweise wurde genau dieses Thema vorhin auch direkt in einer Coaching-Session aufgegriffen.
Vielleicht kein Zufall.
Denn Tempo ist in unserer Arbeitswelt fast immer positiv besetzt.
Schneller.
Effizienter.
Produktiver.
Wer viel schafft, gilt als engagiert.
Wer beschäftigt ist, als wichtig.
Wer schnell entscheidet, als handlungsfähig.
Und natürlich gibt es Situationen, in denen Tempo wichtig ist.
Die spannendere Frage ist für mich inzwischen jedoch eine andere: Wer gibt eigentlich das Tempo vor?
Ist es die Situation?
Oder sind es Erwartungen?
Eigene Ansprüche?
Gewohnheiten?
Viele leistungsorientierte Menschen haben gelernt, über Geschwindigkeit Sicherheit herzustellen.
Noch eine Aufgabe erledigen.
Noch eine Entscheidung treffen.
Noch einen Punkt von der Liste als erledigt streichen.
Das funktioniert oft erstaunlich gut.
Bis irgendwann etwas fehlt.
⚖️ Klarheit.
⚖️ Verbindung.
⚖️ Orientierung.
Denn manches lässt sich nicht beschleunigen.
Vertrauen nicht.
Zusammenarbeit nicht.
Entwicklung nicht.
Und auch gute Entscheidungen brauchen manchmal etwas anderes als Tempo.
Nämlich Raum.
Vielleicht besteht die eigentliche Herausforderung deshalb gar nicht darin, immer schneller zu werden.
Sondern bewusst entscheiden zu können, wann Tempo hilfreich ist – und wann es uns von etwas Wesentlichem trennt.
Ich glaube, darüber denke ich in nächster Zeit noch etwas weiter nach.