19/12/2025
Dankbarkeit. Realität. Pflegealltag.
Zum Jahresende möchte ich zuerst ganz bewusst Danke sagen.
Danke an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – für euren täglichen Einsatz, eure Menschlichkeit, eure Geduld, eure Freundlichkeit und eure Wertschätzung mir gegenüber. Für Tränen, Lachen, Mitdenken, Auffangen und Weitermachen.
Ohne euch wäre Pflege nicht möglich. Und schon gar nicht so, wie sie sein sollte.
Ein ganz besonderes Dankeschön geht an meine Schwester – für die Büroarbeit, den unermüdlichen Einsatz, das Jonglieren mit Formularen, Fristen und Zahlen. Und für das geduldige Aushalten meiner Launen. Du hältst hier nicht nur den Laden, sondern auch mich zusammen. 🤍
Und weil Weihnachten ja auch die Zeit der ehrlichen Worte ist:
Ein herzliches Dankeschön an die Pflegekassen – für ihre vorbildliche Zahlungsmoral, ihre flexible Auslegung von Fristen und ihre beeindruckende Konsequenz, wenn es darum geht, Pflegebetriebe in Vorleistung gehen zu lassen. Man wächst mit seinen Herausforderungen.
Danke an die Politik, dass sich seit Corona in der Pflege so viel verändert hat.
Mehr Verordnungen. Mehr Nachweise. Mehr Bürokratie.
Pflegekräfte pflegen – und dokumentieren inzwischen fast nebenbei ein kleines Archiv.
Ein großes Dankeschön auch an die Kontroll- und Prüfstrukturen:
Für lückenlose Überwachung, regelmäßige Nachweise und das beruhigende Gefühl, dass Pflege offensichtlich nur dann gut ist, wenn sie vorher dreifach geprüft, abgestempelt und abgeheftet wurde.
Manchmal fragt man sich, ob Vertrauen nicht günstiger wäre – für alle Beteiligten. Auch finanziell.
Nach über 30 Jahren Pflegedienst bin ich vor allem dankbar, diese Zeit körperlich und psychisch einigermaßen überstanden zu haben.
Und dafür, dass ich trotz allem meinen Humor behalten habe – was vermutlich meine größte Leistung ist.
In diesem Sinne:
Frohe Weihnachten an alle, die Pflege täglich möglich machen.
Trotz Bürokratie. Trotz Politik. Trotz allem. 🎄✨