08/10/2026
938.000 Einzeldaten, ein wissenschaftlicher Nachweis: Biologischer Schlammabbau funktioniert
Nach vier Projektjahren von 2023 bis 2026 liegen umfangreiche Ergebnisse unseres Verfahrens zur biologischen Behandlung von Teichkläranlagen vor. Die Grundlage für das wissenschaftliche Urteil der TU Hamburg zu unserem Verfahren sind rund 938.000 Einzeldaten, davon 928.193 Einzelmessungen zu Wasserstand, Durchfluss, Temperatur und Fließgeschwindigkeit, 8.365 Wasserwerte sowie 1.314 Werte aus Sediment- und Schlammanalysen. 190.000 € haben wir in Beprobung, Analytik und Auswertung investiert. Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache.
Insgesamt wurden im Rahmen des Projektes vier Teichkläranlagen in Schleswig-Holstein behandelt: Ulsnis, Hestoft, Linden und Wapelfeld. Unterschiedliche Anlagengrößen, unterschiedliche Ausgangssituationen und unterschiedliche betriebliche Rahmenbedingungen – aber bei allen vier Anlagen zeigt sich dasselbe Ergebnis:
Das Schlammvolumen wurde deutlich reduziert, insgesamt um 10.660 m³ - während des laufenden Kläranlagenbetriebs und trotz des permanenten Neueintrags durch häusliches Abwasser.
Besonders wichtig ist die Entwicklung über die eigentliche Behandlungsphase hinaus. In Linden und Wapelfeld zeigen die späteren Untersuchungen, dass die erreichte Reduktion nicht nur ein kurzfristiger Effekt war. Kompakte Sedimentschichten wurden deutlich reduziert beziehungsweise aufgelöst, und große Teile des zuvor durch Schlamm gebundenen Teichvolumens stehen wieder für die Abwasserbehandlung und Schlammspeicherung zur Verfügung. Die TU Hamburg kommt zu dem Ergebnis, dass eine mechanische Entschlammung derzeit nicht erforderlich ist.
👉 Die komplette Zusammenfassung gibt es über folgenden Link:https://www.blueplanet-germany.com/uploads/Projekte/Pilotprojekt_Teichklaeranlagen_-_Nachweis_Schlammreduktion.pdf