Mit der Stilllegung der Bergwerke Prosper-Haniel in Bottrop und Anthrazit Ibbenbüren endete der deutsche Steinkohlenbergbau und somit ein Stück Industriegeschichte. Trotz allem ist das Interesse am Bergbau und den damit verbundenen Themen sehr groß. Daher wurde in Kooperation mit der RAG Aktiengesellschaft und dem LWL-Industriemuseum eine entsprechende Möglichkeit geschaffen: Die Hauerschicht - Grubenfahrt auf Zeche Nachtigall ist ein spannendes und authentisches Angebot, das die Tradition der Besuchergrubenfahrten fortführt. Eine aktuelle Präsentation mit Film wirft einen umfassenden Blick auf den Steinkohlenbergbau. Gleichzeitig wird der Fokus auf die Nachbergbauzeit im Ruhrgebiet gelenkt. Während der gesamten Hauerschicht sind technische, soziale und historische Aspekte zentrale Themen. Bei der Vorführung der 130 Jahre alten Dampffördermaschine gibt es Bergbautechnik des 19. Der Blick in den Schacht Hercules vermittelt die technischen Herausforderungen den Weg in die Tiefe anzutreten. In der Kaue rüsten sich die Besucher mit Helm, Geleucht und Grubenjacke aus, dann heißt es 'Glück auf!' zur Grubenfahrt. Das Bergwerk befahren, besichtigen und dabei echte Kohleflöze entdecken, ist ein wirklich authentisches Erleben der Atmospähre untertage. Auf anschauliche Art tauschen sich die Teilnehmer mit den begleitenden Fachleuten aus und erfahren viel Wissenswertes rund um den Abbau des schwarzen Goldes. Themen wie die Sicherung des Grubengebäudes, das Wiedererschließen des Dünkelbergstollens und das eigene Ausprobieren von historischen Gewinnungsmitteln stehen auf dem Programm. Nach der Grubenfahrt stärkt sich die Gruppe bei einem deftigen bergmännischen Imbiss und kühlen Getränken. Dabei besteht die Gelegenheit den Tag Revue passieren zu lassen. Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist eine gute körperliche Beweglichkeit – Unebener Boden, fehlende Stehhöhe und schwaches Licht kennzeichnen die Grube. Teilnehmerzahl max. 10 Personen. Erwachsene und Kinder ab 10 Jahre.