18/02/2026
ADHS ist kein Willensproblem.
Es ist ein Regulationsmuster.
Körpertherapie hilft nicht indem sie Disziplin trainiert, sondern indem sie dem Nervensystem beibringt, zwischen Spannung und Ruhe zu navigieren.
Aus Unruhe wird Beweglichkeit.
Aus Impuls wird Energie.
Aus Zerstreutheit wird Präsenz.
Gestalttherapie versteht Symptome nicht als Defizit, sondern als kreative Anpassung.
Bei ADHS könnte man sagen:
• Der Organismus sucht Stimulation, wenn Untererregung droht.
• Er reagiert impulsiv, wenn Reize nicht integriert werden können.
• Er verliert Fokus, wenn innere Spannung nicht gebunden ist.
Körpertherapie stärkt hier drei zentrale Kompetenzen:
1️⃣ Gewahrsein
Was passiert gerade in meinem Körper?
Wo beginnt Impulsivität? Wo steigt Übererregung?
2️⃣ Kontaktfähigkeit
Kann ich bei mir bleiben, während etwas Spannendes oder Langweiliges geschieht?
3️⃣ Selbstunterstützung
Welche Bewegung, Atmung oder Haltung hilft mir jetzt wirklich?
Das Radio-Interview gemeinsam mit meiner Kollegin Fedeica Miotto ist am 18.02.26 in Ausschnitten bei Rai Südtirol zu hören um 10:15 und 14:40.