12/05/2026
XXI-р зууны хамгийн өндөр эрэлт хэрэгцээтэй, ТОП 10 мэргэжлийн жагсаалтад зүй ёсоор багтаж буй мэргэжил бол яах аргагүй Сувилагч юм.
Өнөөдөр энэ сайхан мэргэжлийг эзэмшиж, Герман улсад өөрийн мэргэжлээр ажиллаж байгаа Д. Түмэндэмбэрэлийн маань талаар ХБНГУ-ын Саксон мужийн өдөр тутмын сонинд гарсан нийтлэлийг Та бүхэнтэйгээ хуваалцаж байна. 🥰🤩👏 Soultrip Tumee
https://www.saechsische.de/ өдөр тутмын сонины өмнөх дугаарууд дээр ч мөн ажил мэргэжлээрээ амжилттай ажиллаж байгаа Монгол сувилагчдыг онцолж байжээ. 🤗🇲🇳🇩🇪
Radeberg
Endlich sind sie da. Der Ehemann, die Tochter, der Sohn. Tumendemberel Dashdondog ist Ende März von Radeberg nach Frankfurt am Main gereist, um ihre Familie vom Flughafen abzuholen, wohin sie aus der 6000 Kilometer entfernten mongolischen Hauptstadt Ulan Bator gereist war. Tumendemberel Dashdondog selbst arbeitet und lebt schon seit Anfang 2025 in Deutschland – die gelernte Krankenschwester ist am Asklepios-Krankenhaus angestellt und unterstützt dort die chirurgische Abteilung.
Über ein Jahr später konnte sie nun überglücklich ihre Familie wieder in die Arme schließen – sie hatte sie seit ihrem Wegzug nur einmal im Urlaub in der Mongolei gesehen. Dass die Familie jetzt nachziehen konnte, ist auch für das Radeberger Krankenhaus relevant – denn dort weiß man: Die ausländischen Fachkräfte bleiben eher im Land, wenn ihre Lieben bei ihnen sind.
Von der WG in die eigene Dreiraumwohnung
Tumendemberel Dashdondog ist 35 Jahre alt. Und sie hat große Pläne im Leben. Sie will reisen, sie will die Welt sehen – und sie will ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen. „Deswegen bin ich nach Deutschland gekommen“, erzählt sie. Sie ist aktuell eine von sechs mongolischen Fachkräften in der Asklepios-Klinik
Von Januar bis November vergangenen Jahres hat sie mit ihren Kollegen in einer Wohngemeinschaft gewohnt, die ihr Arbeitgeber organisiert hat. Doch schnell war klar: Wenn die Familie nach Deutschland ziehen will, braucht sie eine eigene Wohnung. Tumendemberel Dashdondog ist eigenständig auf die Suche gegangen – und fündig geworden. Ihre Dreiraumwohnung auf der Pulsnitzer Straße bezahlt sie von ihrem Gehalt als Krankenschwester.
Und auch für die Lebenshaltungskosten ihrer Familie kommt sie auf – die Dashdondogs bekommen keine finanzielle Unterstützung vom Staat. Der Familiennachzug für ausländische Fachkräfte ist ebenfalls geregelt, doch brauchte es dafür jede Menge Unterlagen: darunter Arbeitsvertrag, Mietvertrag, Geburtsurkunden und Heiratsurkunde – alles entsprechend übersetzt.
Im September 2025 hat die Familie das Visum in der deutschen Botschaft in Ulan Bator beantragt, im März wurde es genehmigt. Der Umzug nach Deutschland konnte losgehen.
Der zehnjährige Sohn Anand besucht nun die Deutsch-als-Zweitsprache-Klasse an der Grundschule Stadtmitte, die elfjährige Tochter Anungoo die entsprechende Klasse auf der Oberschule in Großröhrsdorf. „Sie würde gerne nach Radeberg wechseln“, sagt Tumendemberel Dashdondog. „Aber bisher hat das nicht geklappt.“
13 Prozent des Personals sind ausländische Fachkräfte
Die 35-Jährige, die nun schon seit mehr als einem Jahr in Deutschland lebt, hat die Sprache bereits gut gelernt – sie ist täglich in Kontakt mit den Patienten. So wie die übrigen 30 ausländischen Fachkräfte auch. Sie stammen aus der Mongolei, von den Philippinen und aus Usbekistan.
Damit machen sie rund 13 Prozent des gesamten Pflegepersonals in Radeberg aus. Asklepios-Pressesprecherin Lucia Böhme sagt ganz deutlich: „Ohne unsere ausländischen Kollegen würde es nicht mehr funktionieren.“ Doch natürlich ist die Integration mit Schwierigkeiten und Hindernissen verbunden. In Radeberg ist dafür extra eine Stelle geschaffen worden. Natali Hähnel arbeitet als Integrationsmanagerin und hilft den ausländischen Fachkräften bei allen praktischen Fragen, die in Deutschland anfallen. Oft geht es dabei um Behördenangelegenheiten.
Tumendemberel Dashdondog erzählt, dass sie das Leben in Deutschland genießt – obwohl sie noch nicht perfekt Deutsch spricht. „In Ulan Bator hatte ich kaum Zeit für meine Familie“, erzählt sie. „Ich stand ständig im Stau. Von meiner Arbeit bis nach Hause habe ich eine Stunde gebraucht.“ So sei sie abends nach Hause gekommen und die Kinder seien dann bald ins Bett gegangen.
Der Mann kümmertsich um den Haushalt
„Hier bin ich vom Krankenhaus schnell zu Hause und kann mich noch mit meiner Familie beschäftigen“, sagt die 35-Jährige. Außerdem mag sie die Ruhe, die Natur. „Dass alles so grün ist.“ In Ulan Bator hingegen sei immer alles stressig gewesen – in der mongolischen Hauptstadt lebt mit 1,5 Millionen Einwohnern knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung. In Radeberg gerade mal knapp 20.000.
Nun will die Familie hier heimisch werden. „Die Kinder sollen erst einmal Deutsch lernen, dann will ich sie gerne bei Vereinen anmelden“, sagt Tumendemberel Dashdondog. „Mein Sohn spielt gerne Fußball und Basketball, meine Tochter Handball.“ Auch ihr Mann Dashtudev will einen Deutschkurs absolvieren. Womit er, der in der Mongolei beim Militär gearbeitet hat, in Deutschland eines Tages Geld verdienen möchte, weiß er aktuell noch nicht. Doch noch ist das kein Problem: Seine Frau verdient genug Geld, um ihre Familie zu versorgen. Und ihr Mann kümmert sich um den Haushalt.
„Fachkräfte, die sich hier willkommen fühlen, die Wurzeln schlagen und Teil der Gemeinschaft werden, sind die stabilste Antwort auf den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen“, sagt auch Klinik-Geschäftsführer Lucas Nitschke.
Quellenangabe: Radeberg & Rödertal vom 08.05.2026, Seite 13