08/07/2026
Viele Unternehmen haben Angst vor unbesetzten Stellen.
Verständlich.
Arbeit bleibt liegen. Projekte verzögern sich. Das Team wird zusätzlich belastet. Der Druck steigt mit jedem Tag. Deshalb entsteht häufig die Versuchung, eine Position möglichst schnell zu besetzen. Hauptsache, die Stelle ist wieder besetzt.
Genau dort wird es gefährlich. Denn eine offene Stelle kostet Geld. Eine Fehlbesetzung kostet oft deutlich mehr. Zunächst wirkt alles vielversprechend. Der neue Mitarbeiter startet. Die Einarbeitung beginnt. Kollegen investieren Zeit. Führungskräfte begleiten den Prozess. Hoffnungen entstehen.
Und dann zeigt sich nach einigen Monaten, dass die Entscheidung doch nicht die richtige war.
Plötzlich wurden nicht nur Gehalt und Recruitingkosten investiert. Hinzu kommen verlorene Einarbeitungszeit, Produktivitätsverluste, zusätzliche Belastung im Team und häufig die erneute Suche nach einem Nachfolger.
Die eigentlichen Kosten einer Fehlbesetzung tauchen selten in einer Rechnung auf. Trotzdem sind sie da.
Deshalb sollte Recruiting weder nach dem Prinzip “Hauptsache schnell” noch nach dem Prinzip “Wir warten auf den perfekten Kandidaten” funktionieren.
Die besten Entscheidungen entstehen meist dort, wo Geschwindigkeit und Sorgfalt zusammenkommen.