08/09/2026
Weil Bildschirm und Druck Farben auf völlig unterschiedliche Weise wiedergeben.
Ein Monitor arbeitet im RGB-Farbraum und erzeugt das Bild mithilfe von rotem, grünem und blauem Licht. Dadurch kann er sehr intensive, leuchtende Farben darstellen.
Im Druck wird dagegen der CMYK-Farbraum verwendet. Hier entsteht Farbe durch das Auftragen von Druckfarben auf den Bedruckstoff: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz.
Papier strahlt kein Licht aus, sondern reflektiert es. Deshalb kann es nicht den gesamten Farbumfang wiedergeben, der auf dem Bildschirm sichtbar ist.
Die größten Unterschiede zeigen sich meist bei sehr stark gesättigten Farben. Das betrifft vor allem:
🟢 leuchtende Grüntöne,
🔵 intensive Blautöne,
🟣 satte Violetttöne,
🟠 neonartige Orangetöne.
Das bedeutet jedoch nicht, dass solche Farben im Druck grundsätzlich nicht möglich sind.
Bei Projekten, die Farben außerhalb des standardmäßigen CMYK-Farbraums erfordern, können zusätzliche Farben eingesetzt werden, zum Beispiel aus dem Pantone-System.
Pantone-Farben werden als konkrete, vorab definierte Farbtöne vorbereitet und nicht durch die Kombination der vier CMYK-Grundfarben erzeugt.
So lassen sich unter anderem intensivere, neonartige, metallische oder exakt definierte Unternehmensfarben erzielen.
Wichtig ist jedoch: Eine CMYK-Vorschau allein garantiert kein vollkommen identisches Ergebnis. Der Monitor stellt das Bild weiterhin mit RGB-Licht dar und kann den voraussichtlichen Farbeindruck nach dem Druck nur simulieren.
Das finale Ergebnis wird außerdem vom Bedruckstoff, der Drucktechnologie, der Art der Farben, dem Farbprofil und den eingesetzten Veredelungen beeinflusst.
Die Farbe auf dem Bildschirm ist eine Vorschau. Die Farbe auf Papier ist das Ergebnis des gesamten Produktionsprozesses.
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