27/10/2026
Diese Woche finden in Israel Wahlen statt. Für unsere Kollegin Julia Wagner aus dem Public Sector Team ist das ein besonderer Moment.
Eindrücke aus einem Land, das gesellschaftlich und politisch vor großen Herausforderungen steht:
Auf Einladung der israelischen Botschaft nahm Julia vergangene Woche am Women in Leadership Program in Israel teil. Gemeinsam mit einer Gruppe inspirierender Frauen führte sie Gespräche mit führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Als jüngste Gemeinderätin Bayerns beschäftigt sich Julia auch selbst täglich mit politischen Entscheidungsprozessen und gesellschaftlichen Fragen. Die Begegnungen in Israel eröffneten ihr dabei Perspektiven, die weit über den politischen Alltag hier in Bayern hinausgehen.
Viele der Gesprächspartnerinnen sind unmittelbar vom 7. Oktober betroffen: Frauen aus Resilienz-Zentren, eine Psychologin und eine Anwältin, die Kriegsverbrechen an Frauen aufarbeitet. Die Gespräche waren tief bewegend. Sie machten deutlich, wie präsent Verlust, Krieg und die Suche nach Stabilität im Alltag vieler Menschen sind.
Gleichzeitig erlebte Julia eine Gesellschaft, in der Frauen in vielen Bereichen sichtbar Verantwortung übernehmen - von Politik und Wirtschaft bis hin zum Militär. Die Vielfalt unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen, religiöser Überzeugungen und Lebensentwürfe prägt das Land. Sie schafft Offenheit, bringt aber auch politische und gesellschaftliche Spannungen mit sich.
Auch der Wahlkampf unterscheidet sich von dem, was wir aus Deutschland kennen: Statt (immer noch) großflächiger Wahlplakate im Straßenbild spielen digitale Kanäle eine zentrale Rolle. KI-generierte Videos gehören dabei zu den sichtbaren Formaten der politischen Kommunikation.
Für Julia verbindet sich diese Erfahrung unmittelbar mit ihrer Arbeit im Public Sector und ihrem kommunalpolitischen Engagement: Politik ist nicht abstrakt. Sie betrifft Menschen, ihre Lebensrealitäten und das Zusammenleben einer Gesellschaft.